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Der Kreuzweg in Sveti Petar u Šumi

Ein Waldweg mit Stationen aus Stein oberhalb eines der ältesten Klöster Istriens. Moderne, stille Formen erzählen eine der ältesten Geschichten der christlichen Kunst.

Skulptur · Stein
Sveti Petar u Šumi, Istrien

Steinkreuz und zwei gebogene Steinplatten auf einem Steinsockel unter blauem Himmel

Ein Dorf rund um ein Kloster

Sveti Petar u Šumi, „Sankt Peter im Wald“, ist um sein Kloster herum gewachsen. Die erste Gemeinschaft hier waren Benediktiner. Als sie erlosch, übergab Kaiser Friedrich III. das verlassene Kloster 1459 den Paulinern, den „weißen Mönchen“, die es wieder aufbauten.

Das Kloster wurde 1616 im Uskokenkrieg niedergebrannt und ab der Mitte des 17. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus wurde 1755 hinter einer neuen Barockfassade erneut geweiht; ihr Inneres ist in Istrien eine Seltenheit. Ein Bild der Muttergottes von Tschenstochau auf dem Hauptaltar, das am Heiligabend 1721 geweint haben soll, machte das Dorf zum Wallfahrtsort. 1993 kehrten die Pauliner in die Pfarrei zurück.

Ein Kreuzweg fügt sich ganz natürlich in diese Landschaft: ein Dorf, das seit drei Jahrhunderten Pilger anzieht, umgeben von Eichenwald und alten Wegen.

Eine alte Andacht

Der Kreuzweg, Via Crucis oder Križni put, folgt Christi letztem Weg von der Verurteilung bis zum Grab. Er begann mit Pilgern, die in Jerusalem den Weg zu Fuß nachgingen. Europäer, die nicht dorthin reisen konnten, bauten zu Hause Nachbildungen: Kapellen, gemeißelte Stationen und bemalte Tafeln entlang eines Weges oder rund um eine Kirche, sodass der Gang überall möglich war. Mit der Zeit setzte sich die Zahl von vierzehn Stationen durch.

Hier werden die Stationen allein in Stein erzählt, ohne Figuren.

Umgestürztes Steinkreuz auf einer Steinplatte, dahinter Steinbänke und eine Zypresse
Dritte Station: Jesus fällt zum ersten Mal.
Steinkreuz auf einer Säule mit einer schrägen Steinplatte neben einer alten Eiche
Sechste Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.

Stein, aufs Wesentliche reduziert

Jede Station besteht aus wenigen Blöcken weißen Steins: einem Kreuz, einer Platte, einem Sockel. Es gibt keine Figuren; die Geschichte erzählt sich darin, wie das Kreuz steht, sich neigt oder fällt. Eine römische Ziffer aus Bronze und eine kleine Bronzetafel kennzeichnen jede Station.

Die glatten Oberflächen überlassen dem Licht die Arbeit, und Steinbänke und Zypressen machen jede Station zu einem Ort zum Innehalten.

Den Weg gehen

Der Weg ist nach Pater Danijel Hekić benannt und beginnt an seinem Geburtshaus im Weiler Gljušćići. Er windet sich etwa 4,2 km durch den Wald und zwischen alten Trockenmauern, in der Form eines Rosenkranzes. Seine vierzehn Stationen sind aus monumentalen Blöcken istrischen Steins aus den Steinbrüchen Kanfanar und Kirmenjak gehauen, mit Steinbänken zum Ausruhen am Weg. Der Weg wurde am 10. März 2019, dem ersten Fastensonntag, gesegnet.

Er lässt sich gut mit einem Besuch der Klosterkirche verbinden.

Besuchen Sie das Atelier in Sveti Petar
u Šumi

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